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Plakatbildband
Ironische, witzige, hintergründige
Kommentare zum
großen und kleinen Alltagsgeschehen in Plakatform.

51 Farbabbildungen
Format 20 x 18cm
gebundenes Taschenbuch
Edition Sieber
Selbstverlag und Eigendruck
der Aquarellgalerie Sieber
Bestell Nr.1025
Preis:16 EUR als Hardcover-Ausgabe
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Bestellung:
Manfred Sieber
Aquarellgalerie-Sieber
Tel. 089 1297463
email: aquarellgalerie-sieber@t-online.de
Vorwort
Der Hauptbereich meiner
künstlerischen Arbeit ist seit vielen Jahren die Landschaftsmalerei in
Aquarelltechnik.
Daneben habe ich mich intensiv mit der Photographie
beschäftigt, immer hat mich aber auch die Plakatkunst
interessiert und
fasziniert. Besonders die künstlerischen Plakate großer Maler, wie die von
Toulouse-Lautrec,
aber auch die politischen Photomontagen von John Heartfield
aus den Dreißigerjahren und die Plakate von
Klaus Staeck aus den Achtziger- und
Neunzigerjahren haben meine Aufmerksamkeit gefunden und in mir
den Wunsch
geweckt, eigene Plakatideen zu realisieren.
Meine ersten Plakatarbeiten stammen aus den Achtzigerjahren. Ich dachte anfangs
noch in keiner Weise
an eine mögliche Vervielfältigung der entstandenen Werke.
Meine Plakate waren Unikate, mich interessierte
in erster Linie nur der
Entstehungsprozess. Erst später begann ich meine Arbeiten in kleiner Auflage
selbst
zu drucken. Es folgten Publikumsausstellungen und Präsentationen im
Internet. Anfangs arbeitete ich mit
Bildmontagen in Klebetechnik und mit
Mischtechniken aus Malerei und Photographie. Seit einigen Jahren
verwende ich
verstärkt Bildbearbeitungsprogramme am Computer. Diese neuen Techniken haben
die
Gestaltungsmöglichkeiten für Bild und Text bereichert und den kreativen
Raum für die Realisierung meiner
Ideen in wunderbarer Weise erweitert.
Die Themen meiner Plakate sind vielfältig, sie entstehen häufig spontan,
zwischen kreativem Funken und
Verwirklichung liegt oft nur kurze Zeit. Die
Impulse für meine Plakatideen fange ich mir im Alltagsleben ein.
Sie kommen
z.B. beim Lesen einer Zeitung, beim Autofahren, beim Spaziergang durch mein
Viertel, beim
Beobachten von Menschen in allen möglichen Situationen. Mein
Blick ergibt meist eine humorvolle, heitere
oder auch ironische Betrachtung der
Widersprüche, der großen und kleinen Unzulänglichkeiten und
Schwächen des Menschen. Meine Kommentare in Plakatform können aber auch
bissiger, deutlicher und
durchaus wütender werden, wenn es um so manchen
großen Irrsinn dieser Welt geht. Besonders reizt es
mich, eine Botschaft in
Wort und Bild in eine für Plakate so typische, knappe, reduzierte Form zu
bringen
und dabei Stilmittel wie Vereinfachung, Übertreibung, Ironie, Humor und
Provokation sorgfältig abgewogen
einzusetzen.
Sehr spannend sind die Reaktionen des Publikums auf meine Plakate. Dabei habe
ich auf Ausstellungen
eine breite Palette an Rückmeldungen erleben können. Sie
reicht von schlichter Nichtbeachtung, schroffer
Ablehnung, spontaner Erheiterung
bis hin zu echter Betroffenheit. Im Rahmen der Aktion „Schwabinger
Anschläge" im Januar 1993 konnte ich erste Erfahrungen mit Plakataktionen
im öffentlichen Raum sammeln.
Auch das Internet ermöglicht mir Kontakte und
stellt Öffentlichkeit her: Es freut mich natürlich, wenn eines
meiner Plakate
zum Thema einer Projektarbeit an einem Gymnasium wird, wenn ein Institut für
Zeitgeschichte
Plakate von mir ankauft, oder wenn die ein oder andere
Rückmeldung, Anfrage oder Plakatbestellung per
email bei mir eingeht.
Diese Reaktionen motivieren und zeigen, dass meine Plakate Beachtung finden und
vielleicht das erreichen,
was ihren Sinn ausmachen kann: das Anregen von
Denkanstößen, das Auslösen von Diskussion, das sich
Wiederfinden in
ähnlicher Denkungsart, das humorvolle Erkennen von Zusammenhängen oder das
Bewusstwerden von Widersprüchen und Ungerechtigkeiten im großen und kleinen
Alltagsgeschehen.
In diesem Sinn sehe ich meine Plakate als politische Plakate.
Ich wünsche viele Anregungen beim Blättern in diesem Band.
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