Kurzgeschichtenband
8 Kurzgeschichten über Abenteuer beim Malen

 


Format 20 x 18 cm , 95 Seiten,
8 Kurzgeschichten
illustriert mit Aquarellen und Fotos,
Farbdruck, 
Taschenbuch Paperback Bindung

Preis 12 EUR Bestell Nr.1015



auch als CD–Hörbuch Preis 12 EUR Bestell Nr.1016
Sonderpreis: Buch + CD Preis 20 EUR Bestell Nr.1017
Versandkosten pro Sendung 1,50 EUR

 

 

Die Anregung, eigene Geschichten über das Malen zu schreiben kam, nachdem ich vor einigen Jahren einen Bild- und Textband von Hermann Hesse entdeckt hatte. Ich bewunderte darin nicht nur seine Aquarelle, sondern ich war fasziniert von seinen stimmungsvollen Mal-Erzählungen in dieser zauberhaften Sprache. Wie wunderbar ging hier Malen und Schreiben eine Verbindung ein. Im Vorwort las ich, was Hesse selbst dazu recht bescheiden notierte: „Nicht, dass ich mich für einen Maler halte, aber das Malen ist wunderschön. Man hat nachher nicht, wie beim Schreiben schwarze Finger, sondern rote und blaue." Diese Worte lassen erahnen, mit welcher Unbekümmertheit sich der große Dichter auf das für ihn neue Abenteuer Malerei eingelassen hat. Mir hat das Mut gemacht, mich mit der gleichen Unbekümmertheit ans Schreiben zu machen. Nachdem ich nun schon seit über 20 Jahren Erfahrung mit roten und blauen Fingern habe und dabei so viele erzählenswerte, kleine Geschichten rund ums Malen erlebt habe, hielt ich den Zeitpunkt für gekommen, einige davon niederzuschreiben. Nicht, dass ich mich für einen Schriftsteller oder Dichter halte, aber das Schreiben ist, wie das Malen, wunderschön. Es war für mich spannend und aufregend in die Welt der „schwarzen Finger" einzutauchen. Mögen die Geschichten dem Leser und Hörer viel Freude bereiten.  

Inhalt

Cinquecento Grazie

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Hinweggespült

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Ein neuer Freund

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Pinselklau

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Eisblumenzeit

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Kleine Inselfluchten

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Das Geburtstagsgeschenk

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Im Dachauer Land



Leseproben:


Eisblumenzeit
,,,,,,,,,  Langsam spür ich, wie die Kälte in meine Kleidung kriecht. Lang werde ich nicht mehr malen können, und ich kämpfe bereits mit dem Eis. Inzwischen wächst in meinem Kasten ein kleiner Gletscher, der sich über alle Näpfchen legt. Im Wasserbecher schwimmt ein Eisberg, der immer größer wird. Längst erstarrt ist auch mein Pinsel, hart gefroren sind alle seine Borsten. Die Eiszeit nimmt Besitz von meinem Malgerät und verhindert jede weitere Verwendung. Sollte die Natur, die mir beim Malen gerade noch so wunderbar geholfen hat, jetzt plötzlich nicht mehr freundschaftlich gesonnen sein? Ich mache eine Schaffenspause und nehme einen Schluck vom heißen Tee..............


Cinquecento Grazie
........Ich warte bereits unten auf der Straße auf sie. Sie fährt im Taxi vor, lässt sich vom Fahrer die Tür öffnen und entsteigt dem Fahrzeug wie eine wahre Dame. Sie trägt ein geblümtes Sommerkleid, einen eleganten Strohhut und schwingt ein modisches Handtäschchen. Wir begrüßen uns kurz, und schon öffnet der Taxifahrer den beneidenswert riesigen Kofferraum seiner Mercedeskarosse. Der Deckel öffnet sich, und ich erstarre beim Anblick des Inhalts. Ein riesiger Koffer, so groß wie eine Seemannskiste, lugt da hervor. Daneben noch zwei weitere Taschen und ein überdimensionales Malbrett mit Mappe und Staffelei zu einem Bündel geschnürt, das in der Größe dem Koffer in nichts nachsteht. In diesem Augenblick wird mir klar, das alles wird nicht in meinen Cinquecento passen, niemals und beim besten Willen nicht...........

Hinweggespült
.....Wieder einmal führen mich meine Maler-Wege auf eine der griechischen Inseln, diesmal nach Santorini. Bei Rula und ihrem Mann in Oia finde ich ein nettes Zimmerchen mit Balkon und freiem Blick direkt auf die zahllosen Häuser, Kapellen, Wege, Terrassen und Mäuerchen, die sich den Hang hinunterziehen bis ans Meer. Im Dorf herrscht Mittagsruhe, nur ab und zu ein paar Geräusche. Gerade angekommen, genieße ich von hier oben erst einmal den großartigen Blick auf das Meer und auf diese Symphonie aus Weiß und Blau. Welch wunderbare harmonische Ordnung formt sich da aus Farben und Formen. Jetzt um diese Zeit steht das Licht mit einer solchen Kraft im Raum, dass man fast nur blinzeln kann. Malen kann man jetzt nicht, erst spätnachmittags und gegen Abend, wenn das Licht weich und sanft wird, werden die Farben klar zu sehen sein. Ich entschließe mich, später die gut 300 Treppenstufen zum kleinen Fischerhafen von Oia hinunterzusteigen ........

 

 

erhältlich bei: Aquarellgalerie Sieber
Tel.: 089 1297463 FAX 089 12162210
e-mail: Sieber-Muenchen@t-online.de
www.aquarellgalerie-sieber.de




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